Christentum

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Die Kirche im Wandel

Vor rund 500 Jahren begann mit der Reformation in Europa ein Prozess, der das westliche Christentum stark verändern und in zwei Lager spalten sollte. Mit alten Traditionen, insbesondere wenn sie nicht der Bibel entsprachen, wurde dabei gebrochen und althergebrachte Institutionen wurden abgeschafft. Ein wichtiges Ziel dabei war, die Menschen und Gott, beziehungsweise die Menschen und die Kirche, wieder näher zusammenzubringen.

Die Reformation geht weiter

Die Reformation gilt, seit dem im Jahre 1648 geschlossenen Westfälischen Frieden, als beendet. Tatsächlich ist es seither in Europa zu keinen kriegerischen Zusammenstößen zwischen den neu entstandenen Konfessionen mehr gekommen. Doch die Veränderungen waren noch lange nicht abgeschlossen. Insbesondere die reformierten und evangelischen Kirchen versuchten sich immer an die Zeiten anzupassen. Zum Beispiel waren sie in der Anti-Atomkraft-Bewegung oder der Friedensbewegung in der DDR aktiv. Noch anpassungsfähiger sind die sogenannten Freikirchen, welche oftmals aus einem bestimmten Bedürfnis heraus gegründet werden. Viele dieser Freikirchen verschwinden dann aber nach ein paar Jahren oder Jahrzehnten wieder von der Bildfläche. Doch auch in der katholischen Kirche kommt es, wenn auch zögerlich, zu Neuerungen. 1970 wurde beispielsweise die lateinische Messe weitestgehend abgeschafft, auch wenn sie als Sonderform in gewissen Gotteshäusern noch immer zelebriert wird.

Evangelikale Kirchen am Puls der Zeit

In jüngster Zeit sind es vor allem die sogenannten evangelikalen Kirchen, die sich dem Zeitgeist und den Bedürfnissen der Menschen anpassen. So werden zum Beispiel ihre Gottesdienste oft von moderner Pop- oder Rockmusik untermalt, es gibt Veranstaltungen wie Meditationstreffen oder Stammtische und die Priester sprechen eine moderne, zeitgemäße Sprache. Interessanterweise predigen aber gerade diese evangelikalen Kirchen meist ein sehr strenges und traditionelles Christentum.